Die Tempel von Amada und ed-Derr sowie das Felsgrab des Pennut sind in den Jahren 1964-1965 von ihren ursprünglichen Standorten weggebracht worden, da sie sonst von den Wassermassen des Nassersees überflutet worden wären. Der Wiederaufbau fand in Neu-Amada statt.
Der Tempel von Amada ist den Göttern Amin-Re und Re-Harachte gewidmet. Der 10 Meter breite und 24 Meter lange Tempel ist das älteste der nubischen Monumente am Nassersee und gehört aufgrund seiner Dekoration zu den schönsten Tempeln Unternubiens. Die Reliefs sind sehr sorgfältig ausgeführt und dank der Umwandlung des Tempels in eine christliche Kirche gut erhalten.
Der 37 Meter lange Felsentempel von ed-Derr ähnelt in seiner Anlage dem Tempel von Abu Simbel, entspricht jedoch in der Ausführung nicht dessen Qualität. Auch hier warten farbige Wandreliefs im Originalzustand.
Das Felsgrab des Pennut ist eine Besonderheit, da es das einzige Beispiel dieser Denkmälergattung ist, das nicht der Überflutung durch den Nassersee zum Opfer gefallen ist. Das Grab stammt von einem Beamten aus der Zeit Ramses' VI und gibt Aufschluss über den damaligen Totenkult.