Kairo ist nicht nur die Hauptstadt Ägyptens, sondern auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes – und insgesamt der arabischen Welt. Mit geschätzten 16 Millionen Einwohnern ist sie zudem die größte Stadt Afrikas. Doch Kairo war nicht immer die Hauptstadt Ägyptens. Einst hatte Alexandria diese Funktion inne, anschließend Fustat nahe Kairo, bis Fustat zerstört wurde.
Aufgrund ihres einzigartigen Ensembles islamischer Baukunst schützt die UNESCO die Altstadt von Kairo seit 1979 als Weltkulturerbe. Besucher sind von der Fülle an geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten aus pharaonischer und islamischer Zeit überwältigt. Zu bewundern gibt es zum Beispiel das islamische Kairo rund um die Azhar- und andere Moscheen, das koptische Viertel (Alt-Kairo), die Totenstadt, die Zitadelle mit der berühmten Alabastermoschee, das Ägyptische Museum und – vor den Toren der Stadt – die Pyramiden von Gizeh und Sakkara.
Die Pyramiden von Gizeh gehörten schon zu den Sieben Weltwundern der Antike und sind heutzutage unbestritten Kairos bedeutendste Sehenswürdigkeit. Alle drei Pyramiden von Gizeh entstanden als pharaonische Grabstätten, in denen die Herrscher Cheops, Chephren und Mykerinos bestattet wurden und datieren aus der Zeit der 4. Dynastie.