Auf ihrem Weg zum Schwarzen Meer ist die Donau über einen langen Abschnitt hin Grenzfluss zwischen Rumänien und Bulgarien. So sehen man einerseits schon vom Schiff aus viel von dem osteuropäischen Land. Aber auch bei Landgängen lernen Sie Land und Leute kennen.
Hier geht es zu den Reisen von Viking Flusskreuzfahrten durch Rumänien.
Die Geschichte Rumäniens
Viele Jahrhunderte lang stand Rumänien unter osmanischer Herrschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Rumänien unter sowjetischen Einfluss und war bis zum Fall des Eisernen Vorhangs, der Rumänischen Revolution und der Exekution von Staatschef Nicolae Ceausescu 1989 teils von russischen Truppen besetzt. In der nachkommunistischen Zeit konnte sich Rumänien nur langsam von den Folgen jahrzehntelanger Diktatur und Misswirtschaft erholen. Seit 2004 ist Rumänien Mitglied der NATO und seit 2007 der EU.
Die Landschaften Rumäniens entlang der Donau
So vielfältig wie die Länder und Kulturen an ihren Ufern, so vielfältig sind die Landschaften entlang der Donau. Der Weg, den sie sich in Richtung Schwarzes Meer bahnt, könnte abwechslungsreicher nicht sein. Sind es im Oberlauf die spektakulären Wendungen und Kehren – etwa die Schlögener Schlinge –, die Weinberge der Wachau und das Wechselspiel von engen Flusstälern und breiten Landschaften, die das Auge erfreuen, faszinieren an der mittleren Donau große Inseln inmitten der Stromspaltungen, Bergketten, die ungarische Tiefebene und schließlich die bizarre Felslandschaft des Eisernen Tores. Die untere Donau, zu dem auch die Passage von Rumänien gehört, ist dann ein gar anmutiger Abschnitt – mit geringer Fließgeschwindigkeit, ausgedehnten Flachlandschaften und Sumpf- und Auengürteln.
UNESCO-Welterbe in Rumänien
Die UNESCO schützt in Rumänien mehrere Stätten des Natur- und Kulturerbes: das Biosphärenreservat Donaudelta (seit 1991); die Kirchenburgen in Siebenbürgen; Kloster Horezu; die Sieben Kirchen in der Moldau (allesamt 1993); die Festungsanlagen der Daker in den Bergen von Orastie (Broos); diei Holzkirchen von Maramures; das historische Zentrum von Sighisoara (Schäßburg) (allesamt 1999).
Die Städte und Sehenwürdigkeiten entlang der Donau in Rumänien
Bukarest: Es wird gesagt, Bukarest sei Ende des 14. Jh. von einem Schäfer namens Bukur gegründet worden. Später residierten hier die walachischen Prinzen und nannten die Stadt Bukarest. Im Jahre 1859 schlossen sich die Walachei und Moldawien zusammen und Bukarest wurde die Hauptstadt Rumäniens. Viele der historischen Gebäude der Stadt wurden in der Folgezeit zerstört, zuletzt durch Bomben im Zweiten Weltkrieg und Abriss der Altstadt durch den ehemaligen rumänischen Präsidenten Ceausescu.
Bukarest ist aber nicht nur die Hauptstadt, sondern auch das kulturelle Zentrum Rumäniens. Sehenswert sind u.a. der Justizpalast, der Triumphbogen und das Kloster Manasterea Antim.
Oltenita: Die kleine rumänische Stadt Oltenita liegt direkt vis-à-vis der bulgarischen Stadt Tutrakan. Beide Städte sind durch die Donau getrennt.
In Oltenita wurden schon für etwa das Jahr 4.500 v.Chr. menschliche Siedlungen nachgewiesen. Später errichteten hier die Römer und die Byzantiner Festungen. Der Name der Stadt tauchte erstmals im 16. Jahrhundert auf.
Konstanza: Die im 7. Jahrhundert v. Chr. von Griechen aus der ionischen Mutterstadt Milet gegründete Stadt Konstanza ist die wichtigste Seehafenstadt am Schwarzen Meer und ein sehr wichtiger Verbindungshafen zwischen Europa und Asien. Sie hieß ursprünglich Tomoi und wurde unter dem römischen Kaiser Konstantin I zu Ehren seiner Schwester in Constantiana umbenannt und war eine wichtige Metropole. Konstanza ist eine Stadt im Umbruch mit vielen neuen Schulen, neuen Universitäten und neuen Kirchen und Moscheen.
Neben der sehenswerten Altstadt und archäologischen Parks weist Konstanza auch attraktive Badeorte, insbesondere in Mamaia, einem Vorort auf.
Eisernes Tor: Das Eiserne Tor gilt als einer der imposantesten Taldurchbrüche Europas. Es liegt in den südlichen Karpaten an der Grenze von Rumänien und Serbien. Auf einer Strecke von rund 100 Kilometern wird die Donau zwischen den Felsen des Balkans und der Karpaten eingezwängt. Die Felswände links und rechts ragen bis zu 1.200 Meter hoch auf.
Bis Anfang der 1970er Jahre war dieser Streckenabschnitt, der nur mit Hilfe von Lotsen passiert werden konnte, bei Kapitänen gefürchtet. Dies änderte sich erst durch den Kraftwerksbau 1972, der den Donau-Pegel ansteigen ließ und so zu einer Entschärfung der gefährlichen Stellen führte.