Zwischen den beiden großen Höhepunkten einer Donau-Kreuzfahrt, Wien und Budapest, liegt die Slowakei mit ihrer sehenswerten Hauptstadt Pressburg (Bratislava). Nähert man sich der Stadt per Schiff, sieht man schon von weitem die Burg Bratislava, die auf einem Felsen 85 Meter über der Donau thront.
Hier geht es zu den Reisen von Viking Flusskreuzfahrten durch die Slowakei.
Die Geschichte der Slowakei
Schon Kelten siedelten rund 450 v.Chr. im Gebiet der heutigen Slowakei. Später gehörte das Land zum Römischen Reich. Zwischen dem 5 und 6. Jahrhundert n.Chr. ließen sich hier slawische Völker nieder, die im Laufe der Zeit von verschiedenen Herrschern regiert wurden, u.a. den Ungarn, den Habsburgern und Österreich-Ungarn.
Nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1918, wurde die Tschechoslowakei gegründet.
1938, zur Zeit der Nazi-Herrschaft in Deutschland, musste die Tschechoslowakei das Sudetenland und damit etwa ein Drittel ihres Staatsgebiets an Deutschland abtreten. Ein Jahr später marschierten deutsche Truppen in die „Resttschechei“ ein. Während der deutschen Besatzung befanden sich auf tschechischem Boden das KZI Theresienstadt sowie mehrere Außenlager des KZ Flossenbürg.
Von 1948 bis 1989 wurde die Tschechoslowakei, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs faktisch wieder hergestellt worden war, ein kommunistischer Staat. 1993 erfolgte die friedliche Aufteilung in Tschechien und Slowakei. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglieder der EU.
Die Landschaften der Slowakei entlang der Donau
So vielfältig wie die Länder und Kulturen an ihren Ufern, so vielfältig sind die Landschaften entlang der Donau. Der Weg, den sie sich in Richtung Schwarzes Meer bahnt, könnte abwechslungsreicher nicht sein. Sind es im Oberlauf die spektakulären Windungen und Kehren – etwa die Schlögener Schlinge –, die Weinberge der Wachau und das Wechselspiel von engen Flusstälern und breiten Landschaften, die das Auge erfreuen, faszinieren an der mittleren Donau große Inseln inmitten der Stromspaltungen, Bergketten, die ungarische Tiefebene und schließlich die bizarre Felslandschaft des Eisernen Tores. Die untere Donau ist dann ein gar anmutiger Abschnitt – mit geringer Fließgeschwindigkeit, ausgedehnten Flachlandschaften und Sumpf- und Auengürteln.
UNESCO-Welterbe in der Slowakei
Die UNESCO schützt in der Slowakei mehrere Stätten des Kultur- und Naturerbes: das Bauerndorf Vlkolínec; Levosa (Leutschau), Spišský hrad (Zipser Burg), Spišské Podhradie (Kirchdrauf) und die Heilig-Geist-Kirche in Žehra (Schigra); die Bergbaustadt Banská Štiavnica (Schemnitz) (allesamt seit 1993); die Höhlen des Slowakischen Karstes und Aggteleker Karstes (seit 1995); das historische Zentrum von Bardejov (Bartfeld) (seit 2000); die Buchenurwälder in den Karpaten (seit 2007); die Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten (seit 2008).
Die Stadt entlang der Donau in der Slowakei
Pressburg (Bratislava): Die alte Grenz- und Brückenstadt Bratislava (deutsch Pressburg, ungarisch Pozsony), Hauptstadt der Slowakei, ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Slowakischen Republik, Sitz des slowakischen Nationalrates und der Regierung. Ihr Wahrzeichen ist das imposante, viertürmige Burgschloss auf dem Burgberg. Die Anlage entstand als Grenzfestung des Großmährischen Reiches vermutlich im 9. Jh. an der Stelle einer ursprünglich slawischen Burg.
Sie wurde mehrfach umgestaltet; ihr markantes Aussehen (im Volksmund „das umgedrehte Bett“ genannt) erhielt sie nach einem Umbau in den Jahren 1635 bis 1649.
1761 ließ Kaiserin Maria Theresia, die häufig hier wohnte, das Schloss zu einer prunkvollen königlichen Residenz ausbauen.