Auf ihrem Weg von Magdeburg aus in Richtung Prag verlässt die Elbe Deutschland und erreicht Tschechien. Hier liegen bezaubernde Landschaften links und rechts der Elbe-Ufer.
Hier geht es zu den Reisen von Viking Flusskreuzfahrten durch Tschechien.
Die Geschichte Tschechiens
Erste Siedlungen im heutigen Staatsgebiet der Tschechischen Republik lassen sich schon für die Keltenzeit nachweisen. Ab dem 16. Jahrhundert stand das Land unter der Macht der Habsburger und war schließlich bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie. Nach dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1918, wurde die Tschechoslowakei gegründet.
1938, zur Zeit der Nazi-Herrschaft in Deutschland, musste die Tschechoslowakei das Sudetenland und damit etwa ein Drittel ihres Staatsgebiets an Deutschland abtreten. Ein Jahr später marschierten deutsche Truppen in die „Resttschechei“ ein. Während der deutschen Besatzung befanden sich auf tschechischem Boden das KZI Theresienstadt sowie mehrere Außenlager des KZ Flossenbürg.
Von 1948 bis 1989 wurde die Tschechoslowakei, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs faktisch wieder hergestellt worden war, ein kommunistischer Staat. 1993 erfolgte die friedliche Aufteilung in Tschechien und Slowakei. Heute ist Tschechien Mitglied der NATO und der EU.
Die Landschaften Tschechiens entlang der Elbe
Flusskreuzfahrer lernen bei ihrer Elbe-Kreuzfahrt einen der schönsten Landstriche Tschechiens kennen: das Elbsandsteingebirge. Aus seinen Steinen wurden nicht nur Frauenkirche, Zwinger und zahlreiche andere bekannte Bauten Dresdens errichtet, sondern zum Beispiel auch das Königsschloss in Kopenhagen und das Brandenburger Tor. Seinen zweiten Namen „Sächsische Schweiz“ erhielt das Naturwunder von zwei Schweizer Malern der Romantik, Anton Graff und Adrian Zingg. Die beiden Künstler waren von dem Gebirge derart begeistert, dass ihrer Meinung nach eine solch romantische Landschaft „Schweiz“ heißen müsse…
UNESCO-Welterbe in Tschechien
Die UNESCO schützt in Tschechien mehrere Stätten des Natur- und Kulturerbes: die Altstadt von Prag; die Altstadt von Ceský Krumlov (Krumau); die Altstadt von Telc (Teltsch) (allesamt seit 1992); die Johann-Nepomuk-Wallfahrtskirche Zelená Hora (Grüneberg) (seit 1994); die Altstadt von Kutná Hora (Kuttenberg) und die Klosterkirche des Klosters Sedlec (seit 1995); Kulturlandschaft von Lednice-Valtice (Eisgrub-Feldsberg) (seit 1996); das historische Dorf Holašovice (Hollschowitz); das Schloss Kromeríž (Kremsier) mit angeschlossenem Park (seit 1998); das Schloss Litomyšl (Leitomischl) (seit 1999); die Dreifaltigkeitssäule in Olomouc (Olmütz) (seit 2000); Villa Tugendhat von Mies van der Rohe in Brünn (seit 2001); St.-Prokop-Basilika und jüdisches Viertel in Trebíc (Trebitsch) (seit 2003).
Die Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Elbe in Tschechien
Leitmeritz (Litomerice): Am Zusammenfluss von Elbe und Eger, in der malerischen Region des Böhmischen Mittelgebirges, liegt eine der ältesten und schönsten böhmischen Städte, die königliche Stadt Litomerice, in der heute ca. 26 000 Einwohner leben. 256 historische Gebäude aus Gotik, Renaissance und Barock sowie die gotische Stadtbefestigung sind erhalten, davon 104 als Gedenkstätte geschützt. Ein schöner Ausblick auf das Böhmische Mittelgebirge bietet sich von der Burgruine Hazmburk aus an, und bei einem Spaziergang entlang der Zwingermauer schweift der Blick über das alte Litomerice.
Prag: Die tschechische Hauptstadt an der Moldau gilt als die Stadt der 1.000 Türme oder auch als „goldene Stadt“. Um 1230 wurde Prag zur Residenzstadt des Königreichs Böhmen. Im 14. Jahrhundert wurde Prag Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches und damit zu einem wichtigen politisch-kulturellen Zentrum Mitteleuropas. Besucher schätzen das geschlossene, von Gotik und Barock geprägte Stadtbild. Die Lage an der Moldau verleiht Prag eine lebendige und malerische Atmosphäre.
Melnik: Die Stadt Melník liegt mitten im fruchtbaren Tiefland der Elbe auf einem Hügel hoch über dem Zusammenfluss von Elbe und Moldau. Eine Mauerwerkburg – die Vorgängerin des heutigen Schlosses – stand hier vermutlich schon am Ende des 10. Jahrhunderts. Sie wurde in der Gotik umgebaut, im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance zu einem repräsentativen Schloss umgestaltet und später noch barockisiert. Das Schloss, das sich seit 1753 im Besitz des Adelgeschlechts Lobkowicz befindet und das über ausgedehnte Weinkeller verfügt, dominiert damals wie heute die Silhouette der Stadt. Im Stadtzentrum selbst lassen sich historische Bürgerhäuser mit typischen Laubengängen und das Rathaus aus dem Jahr 1398 (ebenfalls barockisiert) bewundern.