Bis die Rhône Frankreich erreicht, hat sie schon wunderschöne Landschaften hinter sich: zum Beispiel die Schweizer Berge und den Genfer See. Nachdem sie in Lyon die Saône in sich aufgenommen hat, fließt sie in Richtung Süden auf das Mittelmeer zu.
Im Mündungsgebiet der Rhône in das Mittelmeer liegt die Camargue, die für ihre Pferde, Stiere, Sumpf- und Wasservögel, zum Beispiel Flamingos, Reiher und Löffler, bekannt ist. Berühmt ist die Rhône auch für ihre Weine, die in Frankreich südlich von Lyon sowie bei Châteauneuf-du-Pape gut gedeihen.
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Der Ursprung des Flussnamens leitet sich sowohl vom keltischen Begriff „rondos“, was so viel wie fließen heißt, als auch von der Stadt Rhodes (Rhodos) ab. Vermutlich haben griechische Siedler, die den Fluss nach ihrer Heimat benannten, letzteren eingeführt.
Die Rhône hat eine Gesamtlänge von 875 Kilometern, wovon 563 durch Frankreich fließen. Auch wenn die Loire mit 1.089 Kilometern der längste Fluss Frankreichs ist, führt die Rhône das meiste Wasser. Die Quelle der Rhône befindet sich in der Schweiz, südlich der Berner Alpen – in einer Höhe von 2.000 Metern am Rhône-Gletscher.
In Lyon nimmt die Rhône die Saône in sich auf. Seit der Römerzeit hat sich der Punkt, an dem beide Flüsse zusammen fließen, um etwa fünf Kilometer weiter nach Süden verschoben, wodurch die lang gestreckte, schmale Halbinsel Presqu’Ile entstand. An dieser Stelle beginnen auch die Kilometermarken beider Flüsse bei 0. Die Kilometermarken der Rhône, die flussabwärts zählen, enden bei Port-Saint-Louis (Kilometermarke 323) am größeren der beiden Rhône-Arme. Der kleinere Arm, der lediglich 15 Prozent des Rhône-Wassers ins Meer bringt, mündet westlich von Sainte-Maries-de-la-Mer ins Mittelmeer. Zwischen beiden Armen des Rhône-Deltas liegt die Camargue.
Das Land auf beiden Seiten des schiffbaren Teils der Rhône wird landschaftlich und industriell genutzt. Gemüse, Getreide, Obst und Trauben gedeihen hier ausgesprochen gut; fast über das gesamte Rhône-Tal südlich von Lyon erstrecken sich ausgezeichnete Weinanbaugebiete. Im Süden werden Seidenraupen für die Textilindustrie von Lyon gezüchtet. Weitere wichtige Anbauprodukte sind Oliven und Blumen.
Bevor der Flusslauf künstlich verändert wurde, war es schwierig, das umliegende Land zu bewässern. Durch die Flussbegradigung verbesserte sich die Situation nachhaltig, da Strudel, Stromschnellen und Untiefen beseitigt wurden.
Das Rhône-Saône-Tal ist eine bedeutende Nord-Süd-Verbindung. Eine Reihe Kanäle verbindet die Saône, den wichtigsten Nebenfluss der Rhône, mit dem Rhein und ermöglicht großen Frachtern die Durchquerung Europas von der Nordsee bis zum Mittelmeer.