Flache, weite Landschaften, so weit das Auge reicht. Weltoffene Menschen. Unzählige Blütenmeere von Tulpen. Städte, in denen Fahrräder das Bild dominieren. Uralte Windmühlen. Und natürlich das Wasser in allen Formen: Flüsse, Kanäle, Grachten und natürlich das Meer. So klein die Niederlande auch sind, so viel haben sie dem Besucher zu bieten. Besonders schön lassen sich die lieblichen Landschaften vom Flusskreuzfahrtschiff aus bewundern.
Hier geht es zu den Reisen von Viking Flusskreuzfahrten durch die Niederlande.
Die Geschichte der Niederlande
Unter Kaiser Karl V. des Heiligen Römischen Reichs, der auch König von Spanien war, war das Land in 17 Provinzen aufgeteilt und umfasste auch Teile Belgiens, Nordfrankreichs und Westdeutschlands. Erst 1648 erlangten die Niederlande ihre Unabhängigkeit von Spanien. Das 17. und 18. Jahrhundert gelten als Goldenes Zeitalter für die Niederlande, denn in dieser Zeit entwickelte sich das Land zu einer der größten See- und Wirtschaftsmächte weltweit – auch in Afrika, Asien und Südamerika. Nach einer 20-jährigen französischen Besatzung wurde 1815 unter König Wilhelm I. das Königreich Niederlande gegründet.
Im Ersten Weltkrieg nahmen die Niederlande eine neutrale Position ein; zahlreiche Flüchtlinge aus dem von Deutschland besetzten Belgien retteten sich in das Nachbarland. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Niederlande selbst von Deutschland besetzt. Die Königsfamilie rettete sich rechtzeitig nach England. Mit der Wehrmacht hielt auch die Judenverfolgung in den Niederlanden Einzug. Symbol für diese ist die Geschichte Anne Franks. Noch heute kann in Amsterdam das Haus besichtigt werden, in dem die jüdische Familie Frank vor den Nazis versteckt worden war.
Die Niederlande sind Gründungsmitglied der NATO und der EWG (heute EU) und eine starke Exportmacht. Den Haag, die drittgrößte Stadt des Landes, beheimatet vier internationale Gerichte, u.a. den Internationalen Gerichtshof.
Die Landschaften der Niederlande
Die heutigen Landschaften der Niederlande sind stark von Menschenhand geprägt. Deichbau und Landgewinnung, die Trockenlegung von Sümpfen, die Landwirtschaft und der Bau von Straßen und Kanälen haben die ursprünglichen Landschaften verändert. Nach wie vor ist das Land aber vom Wasser geprägt. Es gibt unzählige Flüsse und Kanäle und natürlich die Küste, und so wundert es nicht, dass die Niederländer ein großes Seefahrervolk waren und sind. Nicht zuletzt ist das Wasser auch deshalb das dominierende Element, weil rund ein Viertel des Landes unterhalb des Meeresspiegels liegt und von rund 3.000 km Deichen geschützt wird.
Während der Fahrt durch die Niederlande per Kreuzfahrtschiff genießen die Reisenden wunderschöne, unverstellte Ausblicke auf die vorbei gleitenden Landschaften.
UNESCO-Welterbe in den Niederlanden
Die UNESCO schützt in den Niederlanden mehrere Stätten des Natur- und Kulturerbes: die Polderlandschaft Schokland (seit 1995); die Verteidigungslinie der Stadt Amsterdam (seit 1996); die Mühlenanlagen in Kinderdijk-Elshout (seit 1997); das Dampfpumpwerk von Wouda bei Lemmer in Friesland (seit 1998); Beemster-Polder (seit 1999); das Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht (seit 2000); das niederländische Wattenmeer (2009).
Die Städte entlang des Rheins in den Niederlanden
Amsterdam: Amsterdam, die Stadt der Tulpen und der Grachten, ist weder Regierungssitz noch ständige Residenz des Königshauses – und hat sich doch zur größten und bedeutendsten Stadt der Niederlande entwickelt. Um 1270 gegründet, war sie im 17. Jh. der mit Abstand wichtigste Handelsplatz Europas. Bis heute gilt diese Epoche bürgerlicher Hochkultur als „Goldenes Zeitalter“ der Stadt, dessen Glanz sich in den prächtigen Fassaden der Patrizier- und Kaufmannshäuser eindrucksvoll widerspiegelt. Bezaubernd ist auch die Lage Amsterdams an und auf dem Wasser; die gleichsam ins Wasser gebaute Stadt übt eine ganz besondere Faszination auf die Besucher aus.
Arnheim: Die Stadt Arnheim entstand an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen zwischen Utrecht, Nimwegen und Zutphen. Bereits im Jahr 1233 erhielt sie das Stadtrecht. Zu trauriger Berühmtheit gelangte Arnheim im Zweiten Weltkrieg. Die Schlacht um die Brücke von Arnheim im September 1944 gilt als eine der letzten Niederlagen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. 95.000 Bewohner wurden von der Wehrmacht aus der schwer beschädigten Stadt vertrieben.
Die einstige Hansestadt ist heute Hauptstadt der Provinz Gelderland und wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region. Zu ihren Attraktionen zählen das Niederländische Freilichtmuseum und das ehemalige Königsschloss Het Loo in der Nähe.
Zaanse Schans: Das an der Zaan gelegene Dorf Zaanse Schans beheimatet ein Freiluftmuseum, das ein umfassendes Bild der Zaan-Region in Nordholland im 17. und 18. Jahrhundert vermittelt. Zu sehen sind traditionelle Holz- und Lagerhäuser wie eine Käserei, eine Werft, eine Holzschuhwerkstatt und die weltweit einzige Farbmühle, die allesamt in ihren ursprünglichen Zustand versetzt wurden. Außerdem kann man hier fünf restaurierte Windmühlen bewundern. Übrigens werden auf dem Museumsgelände Erzeugnisse wie Senf, Käse und Gebäck hergestellt, die man als Souvenir kaufen kann.
Edam-Volendam: Die für ihren Käse berühmte Gemeinde Edam-Volendam liegt in Nordholland. Früher wurde Edamer (niederländisch: Edammer) aus Rohmilch hergestellt; heute wird pasteurisierte Milch verwendet. Schon vor Jahrhunderten war der Käse eine geschätzte Exportware.
In seinem Heimatland wird der Edamer meist in dünnen Scheiben gereicht. Hier gilt er als traditioneller Frühstückskäse. Man genießt ihn aber gerne auch pur als Zwischenmahlzeit.