Die Schweiz ist ein Binnenstaat und Alpenland in Mitteleuropa. Auf 41.285 Quadratkilometern leben hier 7,7 Millionen Einwohner; somit gehört die Schweiz zu den am dichtest besiedelten Ländern Europas. Die vier offiziellen Amtssprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. In ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat wurde die Schweiz mit der Bundesverfassung von 1848 geschaffen. Das Land gliedert sich in 26 Gliedstaaten und ist bekannt für ihre aussenpolitische Neutralität, die seit dem Wiener Kongress 1815 völkerrechtlich anerkannt ist.
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Die Geschichte der Schweiz
Das Gebiet der heutigen Schweiz ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Die dichtere Besiedelung des schweizerischen Mittellandes begann erst nach der Eiszeit. Die keltische Bevölkerung verbreitete sich mit dem Beginn der Eisenzeit im schweizerischen Mittelland. Vor der Eroberung durch die Römer lebten viele verschiedenen keltischen Stämme und Völker auf dem Gebiet der heutigen Schweiz und pflegten Handelsbeziehungen bis in den griechischen Kulturraum. Im Zuge der Ausdehnung des Römischen Reiches über die Alpen wurde das Gebiet der heutigen Schweiz bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. ins Römische Reich integriert. Nach dem Untergang des Römischen Reiches kamen die germanischen Stämme der Burgunder und Alamannen von Norden her und vermischten sich mit der romanisierten keltischen Bevölkerung.
Im Jahre 1291 schlossen sich die drei Urkantone Waldstätte Uri, Schwyz und Unterwalden zusammen und bildeten einen Bund zum Schutz ihrer "alten Freiheiten".
Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft nach kurzer Gegenwehr von Frankreich besetzt. Unter der Bezeichnung "Helvetische Republik" wurde sie als Tochterrepublik seinem Einflussgebiet einverleibt. Die Helvetische Republik war das erste moderne Staatswesen auf schweizerischem Gebiet. Entgegen der Tradition wurde die Helvetische Republik als Einheitsstaat stark zentralistisch organisiert und brachte auch viele andere Neuerungen wie Rechtsgleichheit, Schaffung eines einheitlichen Wirtschafts- und Währungsraumes, Glaubens- und Gewissensfreiheit mit sich.
Im Jahr 1803 verordnete Napoléon Bonaparte wieder eine föderalistische Verfassung mit autonomen Kantonen. Als Staatsname wurde die Bezeichnung "Schweizerische Eidgenossenschaft" definiert. Die inneren und äußeren Grenzen der Schweiz wurden 1815 im Wiener Kongress anerkannt. Durch die Bundesverfassung von 1848 wurde die Autonomie der Kantone eingeschränkt und die Schweiz wurde in den modernen Bundesstaat umgewandelt mit Bern als Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments.
Seit dem 10. September 2002 ist die Schweiz ein Mitglied der Vereinten Nationen (UNO).
Die Landschaften der Schweiz
Die Schweiz lässt sich in fünf landschaftliche Grossräume einteilen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite. Deise weisen klimatisch grosse Unterschiede auf. Ind er Schweiz gibt es 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 vollständig in der Schweiz; 19 werden zudem mit Italien geteilt. Der bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist der Matterhorn, welches 4.478 Meter ü. M. südlich von Zermatt liegt.
Die Schweiz zeichnet sich unter anderem durch eine Vielzahl von Flüssen aus. Im Gotthardmassiv entspringen Rhein und Rhone; zudem verlaufen durch die Schweiz mehrere europäische Hauptwasserscheiden, die die Einzugsgebiete von Nordsee, Mittelmeer und Schwarzem Meer trennen. Der Rhein hat innerhalb der Schweiz mit 375 Kilometern den längsten Lauf. Aufgrund ihrer topografischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletschung während der Eisenzeit besitzt die Schweiz rund 1.500 Seen. Statistisch gesehen befindet sich pro 3,6 Quadratkilometer ein See.
UNESCO-Welterbe in der Schweiz
Die UNESCO schützt in der Schweiz mehrere Stätten des Natur- und Kulturerbes: Benediktinerinnenkloster St. Johann (seit 1983); Altstadt von Bern (seit 1983); Stiftsbezirk in St. Gallen (seit 1983); Die Tre Castelli mit Schutzmauer und Stadtbefestigung in Bellinzona (seit 2000); Die Gebirgslandschaft Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn (seit 2002); Der Monte San Giorgio im Tessin (seit 2003); Weinberg-Terassen in Lavaux (seit 2007); Albulabahn und Berninabahn der Rhätischen Bahn (seit 2008); Tektonikarena Sardona (seit 2008); Stadtlandschaft La Chaux-de-Fonds/ Le Locle (seit 2009).
Die Stadt entlang des Rheins in der Schweiz
Basel: Basel ist die drittgrösste Stadt der Schweiz und ein Zentrum der Chemie- und Pharmaindustrie. Die Stadt gliedert sich in Grossbasel auf der linken Seite des Rheins und Kleinbasel am rechten Ufer. Das Zentrum Basels bildet die Altstadt in Grossbasel rund um den Marktplatz, die mit ihren engen Strassen und Gassen auf beiden Seiten der Mittleren Rheinbrücke zum Flanieren einlädt.
Basel geniesst den Ruf, eine Stadt der Musik und der Museen zu sein. Die Knabenkantorei Basel gilt als bester Knabenchor der Schweiz. Jährlich findet auch in Basel eine der weltweit bedeutendsten Kunstmessen, die Art Basel, statt.