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Russland Flusskreuzfahrt - Eremitage, St. Petersburg, Moskau

“Die Reise war sehr gut, Ausflüge informativ, Küche und Service klasse. Wir haben Flussreisen als neue, gute Möglichkeit entdeckt.”

Judith H., Ulm

Russland-Kreuzfahrten - Informationen über Russland

Das größte Land unseres Kontinents lässt sich ideal per Flusskreuzfahrtschiff bereisen. Entlang abwechslungsreicher Landschaften, über Flüsse und Kanäle sowie die beiden größten Seen Europas kreuzen die Schiffe der Viking-Flotte. Sehenswert sind neben den großen Städten Moskau und St. Petersburg vor allem auch die kleineren, nicht minder geschichtsträchtigen Ortschaften und die Gegensätze zwischen Alt und Neu, Arm und Reich.

Hier geht es zu den Viking Flusskreuzfahrten durch Russland

Die Geschichte Russlands

Der Ursprung Russlands geht auf den schwedischen Wikingerfürsten Rurik zurück, der im Jahr 862 nach Russland kam. Hier gründete er in Novgorod die erste russische Dynastie. In dieser Zeit gab es intensive Kontakte zum Byzantinischen Reich, was zur orthodoxen Christianisierung im Jahr 988 führte. 1223 fielen die Mongolen in die bereits zerstrittenen russischen Fürstentümer ein. 250 Jahre lang herrschten die Mongolen in Russland, bis Iwan der Schreckliche das Großfürstentum Moskau aus der mongolischen Herrschaft befreien konnte. Erster Zar Moskaus wurde dann Iwan der Schreckliche.

Im 18. Jahrhundert öffnete sich das Land unter Peter dem Großen für westeuropäische Einflüsse, Wissenschaft und Kultur und stieg zu einer gesamteuropäischen Großmacht auf. 1812 versuchte Napoleon, Russland zu erobern und nahm Moskau ein. Insgesamt jedoch war Napoleon erfolglos und wurde vernichtend geschlagen. Einschneidende Veränderungen vollzogen sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Leibeigenschaft aufgehoben wurde und der Zar einer bürgerlichen Regierung weichen musste.
1922 wurde der Zusammenschluss aller Sowjetischen Sozialistischen Republiken zur UdSSR beschlossen, was eine staatlich kontrollierte Wirtschaftspolitik mit sich brachte. Als nach dem Tod von Lenin Stalin an die Macht kam, erhielt der Terror Einzug im Land. 15 Millionen Menschen wurden in Arbeitslagern eingesperrt. Hunger grassierte im Land. Im Zweiten Weltkrieg, 1941, verbündete sich Russland mit den Alliierten, nachdem Deutschland den vereinbarten Nichtangriffspaket gebrochen hatte.
1985 strebte Gorbatschow den neuen Kurs von Glasnost (Transparenz) und Perestroika (Umgestaltung) an. Im Jahr 1989 fanden erstmals seit 72 Jahren wieder freie Wahlen statt.

Die Landschaften der russischen Wasserwege

Auf Flusskreuzfahrt zwischen St. Petersburg und Moskau gleitet das Auge über weite, unendlich scheinende Landschaften. Man sieht Felder, Wälder, Dörfer und Städte.
Faszinierend sind die beiden größten Binnenseen Europas, der Ladoga- und der Onegasee, die durchfahren werden. Von der dem See zugewandten Schiffsseite aus ist oftmals kein Land mehr in Sicht, so riesig sind die Gewässer.

UNESCO-Welterbe in Russland

Die UNESCO schützt in Russland mehrere Stätten des Kultur- und Naturerbes: das historische Zentrum von St. Petersburg und dazu gehörende Ensembles; die Holzkirchen von Kishi Pogost auf der Insel Kishi im Onegasee; Kreml und Roter Platz in Moskau (allesamt seit 1990); die Altstadt von Weliki Nowgorod mit Kreml und Sophienkathedrale; die Solowezki-Inseln mit befestigtem Kloster; die Altstadt und Kathedrale von Wladimir; Kreml, Kirchen und Klöster von Susdal und Kidekscha (allesamt seit 1992); das befestigte Kloster in Sergijew Possad (seit 1993); die Auferstehungskirche in Kolomenskoje (seit 1994); die Urwälder von Komi (seit 1995); den westlichen Kaukasus (seit 1999); den Kreml von Kasan; das Kloster Ferapontow; die Kurische Nehrung (allesamt seit 2000); die Altstadt, Festung und Zitadelle von Derbent (seit 2003); das Kloster Novodevichy (seit 2004); die Altstadt von Jaroslawl; den Struve-Bogen (allesamt seit 2005).

Die Städte entlang der Wasserwege der Zaren in Russland

St. Petersburg: Mit seinem barock-klassizistischen Zentrum gehört das „Venedig des Nordens", wie St. Petersburg häufig genannt wird, zu den schönsten Städten Europas. Es liegt am Finnischen Meerbusen im Mündungsgebiet der Newa auf ca. 42 Inseln, die von mehr als 65 Flussarmen und Kanälen getrennt werden und durch über 300 Brücken miteinander verbunden sind. Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen geplant und gebaut, und obwohl der Hafen mehrere Monate im Jahr zugefroren ist, ist er auch heute noch der wichtigste Überseehafen Russlands.

Mandrogi: Das ehemalige Fischerdorf am Swir wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört und ab 1996 als Künstlerdorf von den besten Holzbaukünstlern der Russischen Republik im alt-russischen Stil wieder aufgebaut.

Kishi: Die Insel ist gerade mal ca. 6 km² groß. Ihre zentrale Lage im Norden des Onegasees sorgt für Nebel in der Frühe und atemberaubende Sonnenaufgänge im Sommer. Viele Mythen umgeben dieses Fleckchen Erde. So soll ein Besuch der Insel eine positive Wirkung auf das eigene Leben haben, indem man von Krankheiten geheilt wird und den Schlüssel zu Glück und wirtschaftlichem Erfolg finden kann.
Die Ansammlung von Kirchen, Kapellen, Glockentürmen, Häusern, Kornspeichern, Scheunen, Windmühlen und Badehäusern, die sich vornehmlich entlang der südlichen Spitze der Insel aneinander reihen, wird „Historischer, architektonischer und ethnographischer Staatspark Kishi“ genannt und zählt zu den UNESCO-Weltkulturstätten.

Goritzy: Das kleine, am Weißen See gelegene Dorf, ist der Ausgangspunkt für eine Besichtigung des Kirillo-Belozerskij-Klosters im Hinterland. Im Alter von 60 Jahren verließ der Mönch Kyrill Moskau und zog nach Norden. Am Ufer des Weißen Sees fällte er Bäume, bebaute den Boden und errichtete zwei kleine Kirchen. Bald folgten Pilger seinem Beispiel. Die Anlage entwickelte sich zu einem einflussreichen Kloster. Die Moskauer Zaren unterstützten es mit Geldspenden. Unter Iwan IV., dem Schrecklichen, entstanden die Festungsmauern, die 11 Meter hoch und 7 Meter dick sind. Unter diesem Herrscher diente das Kloster erstmals als Verbannungsort für Gegner des Regimes. Im 18. Jahrhundert erreichte es den Höhepunkt seines Reichtums. 1968 wurde es in ein Museum umgewandelt.

Jaroslawl: Auch bekannt als eine der schönsten Städte am „Goldenen Ring“, wurde bereits im Jahr 1010 von Jaroslaw dem Weisen gegründet und liegt am Oberlauf der Wolga. Der Ort wurde 1213 Residenz eines unabhängigen Fürstentums, das 1463 an Moskau fiel. Als die Polen 1612 Moskau besetzten, wurde Jaroslawl für kurze Zeit die Hauptstadt Russlands. Die Stadt entwickelte sich zu einem Handels- und Kulturzentrum; u.a. gründete hier Fjodor Volkow im 18. Jh. das erste öffentliche Theater des Landes und es setzte ein starker wirtschaftlicher Aufschwung ein, der Jaroslawl zu einer wichtigen Stadt in Nordosteuropa machte.

Uglitsch: 1148 erstmals urkundlich erwähnt, gewann die Stadt besondere geschichtliche Bedeutung durch den ungeklärten Todesfall des Zarewitschs Dimitri: Der jüngste Sohn Ivan IV. lebte mit seiner Mutter im Uglitscher Kreml. Er galt als Thronfolger seines Bruders Fjodor, der unter der Vormundschaft Boris Godunows stand. Gerüchte besagen, dass jener mehrere Attentatsversuche auf Dimitri durchführte; einer von Godunow veranlassten Untersuchung zu Folge stürzte der Thronfolger beim Spiel und verletzte sich dabei tödlich – die genauen Umstände werden wohl für immer ungeklärt bleiben. Nach dem Tod Dimitris revoltierten die Bürger von Uglitsch gegen den Zaren und seinen Vormund. Seine Mutter wurde daraufhin in das Frauenkloster nach Goritzy verbannt. Die härtere Strafe erhielten jedoch die Bewohner von Uglitsch: Mehr als 200 Einwohner wurden geköpft, 5.000 Menschen mussten die Stadt verlassen und wurden nach Sibirien verbannt.

Moskau: Die heutige Metropole wurde im Jahr 1147 vom Fürsten Juri Dolgoruki gegründet. Seit 1918 erneut Regierungssitz – über 200 Jahre hatte man diese Stellung an St. Petersburg verloren – ist die Stadt heute mit ihren rund 10 Millionen Einwohnern das pulsierende Herz Russlands. Um die wieder gewonnene Bedeutung als Machtzentrale auch nach außen zu dokumentieren, wurde das Stadtbild in den 1930er Jahren stark verändert. Viele historische Bauten und alte Wohnviertel wurden dem Erdboden gleichgemacht, um Platz zu schaffen für breite Boulevards, riesige Verwaltungszentren und Wohnblocks. Die verbliebenen Kirchen und Klöster erscheinen wie Relikte aus vergangenen Zeiten. Moskau ist unbestritten das wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.