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Ukraine Kreuzfahrt - Ballet, Odessa, Ukraine

“Die Reise war sehr gut, Ausflüge informativ, Küche und Service klasse. Wir haben Flussreisen als neue, gute Möglichkeit entdeckt.”

Judith H., Ulm

Kreuzfahrten auf dem Dnjepr bis zum Schwarzen Meer - Informationen über die Ukraine

Das zweitgrößte Land unseres Kontinents lässt sich ideal per Flusskreuzfahrtschiff bereisen. Zumal die Fahrt von Kiew über Jalta nach Odessa etwas ganz Besonderes ist. Denn sie ist eine der ganz wenigen Kreuzfahrtrouten der Welt, die sowohl eine Fluss- als auch eine Seekreuzfahrt beinhaltet. Nach nur fünf Tagen auf dem Dnjepr erreicht man das Mündungsdelta zum Schwarzen Meer, einem der faszinierendsten Binnenmeere der Welt.

Hier geht es zu den Viking Flusskreuzfahrten durch die Ukraine

Die Geschichte der Ukraine

Die Geschichte der Ukraine ist über viele Jahrhunderte hinweg mit der Geschichte Russlands eng verbunden. Wie auch in Russland, gehen die ersten Siedlungen in der Ukraine auf schwedische Wikinger zurück. Später herrschten die Mongolen im Gebiet der heutigen Ukraine, bis es im 16. Jahrhundert unter polnische Herrschaft fiel.

In der folgenden Zeit begann das ukrainische Volk für seine Freiheit zu kämpfen. Aus dieser Zeit stammt der Begriff der Kosaken, wie sich die Freiheitskämpfer damals nannten. Der nationale Befreiungskrieg wurde mit der Wiedervereinigung der Ostukraine mit Russland beendet. Die Westukraine ging an Polen, bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts der Doppelstaat Polen-Litauen den größten Teil der Westukraine an Russland verlor. 1939 wurde die wiedervereinte Ukraine Teil der Sowjetunion. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Kriegs erklärte die Ukraine sich 1991 für unabhängig.

Die Landschaften entlang Dnjepr und Schwarzem Meer

Auf Dnjepr-Kreuzfahrt gleitet das Auge über weite, unendlich scheinende Landschaften. Man sieht Felder, Wälder, Dörfer und Städte, z.B. die moderne Industriestadt Krementschuk. Der Dnjepr ist der größte Strom des Landes. Schon am fünften Tag erreicht man per Flusskreuzfahrtschiff in der Seehafenstadt Cherson das weite Mündungsdelta am Schwarzen Meer. Die anschließenden Etappen über das Schwarze Meer zur Halbinsel Krim und weiter nach Odessa bescheren den Kreuzfahrern wunderschöne Ausblicke auf die Schwarzmeerküste, die verblüffende Ähnlichkeit mit der Côte d’Azur aufweist.

UNESCO-Welterbe in der Ukraine

Die UNESCO schützt in der Ukraine mehrere Stätten des Kultur- und Naturerbes: die Sophienkathedrale und das Höhlenkloster Lawra Petschersk in Kiew (seit 1990); die Altstadt von Lwiw (Lemberg) (seit 1998); den Struve-Bogen (seit 2005); die Buchenurwälder in den Karpaten (seit 2007)

Die Städte am Dnjepr und Schwarzen Meer in der Ukraine

Kiew: Folgt man der Legende, wurde Kiew von den drei Brüdern Ky, Schtscheck, Khoryv und ihrer Schwester Lybid gegründet und nach dem ältesten Bruder Ky benannt. Die „Kiever Rus“, ein mittelalterliches Großreich, machte die Ansiedlung zur Hauptstadt ihres mächtigen Reiches (9.-12. Jh.), das die erste Periode der Staatsgeschichte auf russischem Boden überhaupt markiert. Ihre Blütezeit sollte die ständig wachsende Stadt dann unter Prinz Vladimir (980-1015) erleben, der Kiew nach seiner Taufe zum religiösen und geistigen Zentrum der russisch-orthodoxen Kirche ausbauen ließ. Nach einer wechselvollen Phase, die 1240 mit der Zerstörung der Stadt durch die Mongolen begann, fiel Kiew 1667 endgültig an Russland und wurde 1703 Hauptstadt eines eigenen Gouvernements. In der Folgezeit entstanden viele der kuppelgekrönten Sehenswürdigkeiten – unter ihnen die schönsten und prächtigsten Beispiele des ukrainischen Barocks. Im 19. Jh. wuchs die Zahl der Einwohner – begünstigt durch die Industrialisierung – rasch auf über 2 Millionen. Seit der Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1991 ist Kiew die Hauptstadt der Ukraine und wird „Die Stadt der goldenen Kuppeln am Dnjepr“ genannt.

Krementschuk: Die Stadt blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Spuren einer Besiedelung konnten bis ins 5. Jh. v. Chr. zurückverfolgt werden. Lange profitierte Krementschuk von seiner Lage am Kreuzungspunkt mehrerer Handelsstraßen. Ebenso oft geriet die Stadt jedoch ins Zentrum von Interessenskonflikten zwischen Polen, dem Russischen Reich, dem Krim-Khanat und den Kosaken. Der Bau der Eisenbahnbrücke über den Dnjepr 1873 führte zum Aufschwung Krementschuks als Handels- und Produktionsstandort. Im russischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt schwere Zerstörungen und großes menschliches Leid. Seit der Unabhängigkeit konnte sich die Industrie gut behaupten und Krementschuk zu einer der dynamischsten Städte der Ukraine mit über 230.000 Einwohnern werden lassen.

Saporoshje: Südlich von Krementschuk liegt Saporoshje. In der heute 750.000 Einwohner zählenden Stadt am Dnjepr ließen sich im 15. und 16. Jh. entflohene leibeigene Bauern nieder – die Kosaken. Im zaristischen Russland des 18. Jh. wurden die Kosaken zu einem privilegierten Militärstand; sie erhielten an den Landesgrenzen Boden, mussten dafür die Grenzen aber militärisch schützen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Saporoshje stark in Mitleidenschaft gezogen. Hier waren auch zahlreiche deutsche Kriegsgefangene interniert.

Cherson: In der Stadt Cherson, wegen ihrer günstigen Lage an der Dnjepr-Mündung auch „Wiege der Schwarzmeerflotte“ genannt, ist das Schwarze Meer schon zum Greifen nah. Die Hafenstadt liegt am Beginn des Dnjepr-Mündungsdeltas, hat einen Fluss- und einen Seehafen und lebt u.a. von der Werftindustrie. Katharina II. gründete Cherson im Jahre 1778.

Sewastopol: Als Hauptstützpunkt der Schwarzmeer-Flotte war Sewastopol bis 1992 eine „geschlossene Stadt“, die selbst die Bewohner der Krim nur mit einem Passierschein betreten und verlassen durften. Vergleichsweise jung, wurde sie 1783 in der Nähe der Ruinen des antiken Chersones gegründet, und bis heute erinnern zahlreiche Kriegsdenkmäler und die mächtige Schutzmauer an die militärische Bedeutung der größten Stadt auf der Halbinsel Krim. Wie in Jalta herrscht hier ein nahezu subtropisches Klima. Die Krim-Südküste, an der Sewastopol, Chersonese und Jalta liegen, wird durch das Krimgebirge vor dem Eindringen kalter Luftmassen aus dem Norden geschützt.

Jalta: Die Lage und Umgebung erinnern unweigerlich an die französische Mittelmeerküste und machten Jalta schon zur Zarenzeit zu einem bevorzugten Erholungsgebiet. Wie an der ganzen Südküste der Krim herrscht auch hier ein mediterranes Klima. Das Stadtbild von Jalta ist geprägt von Parkanlagen, Theatern, Villen und Kureinrichtungen, und an der Schwarzmeerpromenade finden Sie zahlreiche Cafés, Restaurants und Boutiquen. Bei Ihrem Aufenthalt in Jalta haben Sie genügend freie Zeit, die belebte Promenade entlang zu bummeln und das Flair dieses Kurortes aufzunehmen.

Odessa: Die Stadt war schon immer sehr begehrenswert. Puschkin hat einst gesagt: „Hier atmet man ganz Europa. Hier bleibt der Himmel lange blau, hier hisst geschäftig seine Segel ein Handel reich an Überfluss.“ Für seine Weltoffenheit gerühmt, war Odessa seit jeher ein Schmelztiegel der Völker und Kulturen. Hier leben Ukrainer, Russen, Bulgaren, Polen, Griechen, Schweizer und Deutsche. Und natürlich sind die Boulevards und Promenaden der traditionsreichen Handelsmetropole ein Spiegelbild dieser faszinierenden Vielfalt – und ein Paradies für Flaneure dazu.