Krementschuk blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Spuren einer Besiedelung konnten bis ins 5. Jh. v. Chr. zurückverfolgt werden. Lange profitierte Krementschuk von seiner Lage am Kreuzungspunkt mehrerer Handelsstraßen. Ebenso oft geriet die Stadt jedoch ins Zentrum von Interessenskonflikten zwischen Polen, dem Russischen Reich, dem Krim-Khanat und den Kosaken. Der Bau der Eisenbahnbrücke über den Dnjepr 1873 führte zum Aufschwung Krementschuks als Handels- und Produktionsstandort. Im russischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt schwere Zerstörungen und großes menschliches Leid. Seit der Unabhängigkeit konnte sich die Industrie gut behaupten und Krementschuk zu einer der dynamischsten Städte der Ukraine mit über 230.000 Einwohnern werden lassen.